Jagdhund

Jagdhundausbildung im Kanton Solothurn
 
 
Die Ausbildung von Jagdhunden im Kanton Solothurn hat eine lange Tradition und ist eng an die Anforderungen des kantonalen Jagdwesens geknüpft. Jagdhunde werden nicht nur als Gefährten im Alltag geschätzt, sondern erfüllen im jagdlichen Einsatz zentrale Aufgaben wie die Nachsuche, das Apportieren von Niederwild, die Stöberarbeit oder das sichere Verhalten gegenüber Schwarzwild. Damit ein Hund jagdlich geführt werden darf, müssen sowohl Hund als auch Hundeführer über die notwendigen Fähigkeiten und Prüfungsnachweise verfügen.

Im Kanton Solothurn findet die Ausbildung in enger Zusammenarbeit mit RevierJagd Solothurn (RJSo), regionalen Hundegruppen sowie anerkannten Trainingsrevieren statt. Der Ausbildungsweg beginnt typischerweise bereits im Welpenalter mit Grundgehorsam, Sozialisation und ersten jagdlichen Reizen. In der Junghundephase folgen spezialisierte Übungen wie Spurarbeit, Wasserarbeit, Feldsuche oder Schussgewöhnung. Für den Einsatz bei der Nachsuche von verletztem Wild ist eine spezifische Schweissausbildung erforderlich, welche in Solothurn durch Prüfungsordnungen und Reglemente klar geregelt ist.

Besondere Bedeutung hat die Vorbereitung auf Schwarzwildbegegnungen. Hierzu stehen
Hundeteams Ausbildungsangebote in kontrollierten Gattern zur Verfügung, in denen Hunde unter realistischen Bedingungen lernen, Wildschweinen kontrolliert und sicher zu begegnen, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.

Bevor ein Hund offiziell im jagdlichen Einsatz geführt werden darf, sind je nach Einsatzgebiet Prüfungen erforderlich, darunter Gehorsamsprüfungen, Schweisshundetests oder funktionsbezogene Leistungsnachweise. Diese Prüfungen werden durch den kantonalen
Jagdverband organisiert und orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben der Jagdverordnung (JaV) des Kantons Solothurn.

Die Ausbildung eines Jagdhundes dauert in der Regel 1,5 bis 2 Jahre und setzt kontinuierliches Training, eine enge Bindung zwischen Hund und Führer sowie regelmässige jagdliche Praxis voraus. Nur so kann der Hund seine Fähigkeiten zuverlässig, sicher und tierschutzkonform im Revier einsetzen.